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Treichel, Hans-Ulrich: Der Verlorene

Erzählung
Hans-Ulrich Treichels Erzählung handelt von einer Familie, an deren Leben nichts außergewöhnlich scheint: Der Flucht aus den Ostgebieten im letzten Kriegsjahr folgt der erfolgreiche Aufbau einer neuen Existenz in den Zeiten des Wirtschaftswunders. Doch es gibt für sie nur ein einziges, alles beherrschendes Thema: die Suche nach dem auf dem Treck verlorengegangenen Erstgeborenen, nach Arnold. »Arnold ist nicht tot. Er ist auch nicht verhungert«. Das erfährt der kleine Bruder und Ich-Erzähler eines Tages von seinen Eltern: »Jetzt begann ich zu begreifen, daß Arnold, der untote Bruder, die Hauptrolle in der Familie spielte und mir die Nebenrolle zugewiesen hatte.« In der Vorstellung des Jungen wird das, was der Eltern größter Wunsch ist, zum Alptraum: daß der Verlorene gefunden wird. Lakonisch-distanziert und zugleich ungemein komisch erzählt Treichel von den psychischen Auswirkungen der Brudersuche, von den emotionalen Höhen und Tiefen und den subtilen Mechanismen, die die Eltern und auch der Sohn im Umgang mit dieser alle belastenden Situation entwickeln.Die Geschichte einer Kindheit in den fünfziger Jahren, eine ironisch-humorvolle, bisweilen bitter-lakonische Version der Parabel vom »verlorenen Sohn«, doch auch die Geschichte der vergeblichen Suche einer Mutter nach ihrem Kind. »Ohne viel Aufhebens davon zu machen, trägt Treichel mit dieser Erzählung zur inneren Geschichtsschreibung seiner Generation bei«, hieß; es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Vorabdruck.
Autor Treichel, Hans-Ulrich
Verlag Suhrkamp
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 1999
Seitenangabe 176 S.
Meldetext innert 1-2 Tage lieferbar
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H17.8 cm x B10.8 cm x D1.2 cm 110 g
Auflage 18. A.
Reihe suhrkamp taschenbuch
Verlagsartikelnummer 39561
Hans-Ulrich Treichels Erzählung handelt von einer Familie, an deren Leben nichts außergewöhnlich scheint: Der Flucht aus den Ostgebieten im letzten Kriegsjahr folgt der erfolgreiche Aufbau einer neuen Existenz in den Zeiten des Wirtschaftswunders. Doch es gibt für sie nur ein einziges, alles beherrschendes Thema: die Suche nach dem auf dem Treck verlorengegangenen Erstgeborenen, nach Arnold. »Arnold ist nicht tot. Er ist auch nicht verhungert«. Das erfährt der kleine Bruder und Ich-Erzähler eines Tages von seinen Eltern: »Jetzt begann ich zu begreifen, daß Arnold, der untote Bruder, die Hauptrolle in der Familie spielte und mir die Nebenrolle zugewiesen hatte.« In der Vorstellung des Jungen wird das, was der Eltern größter Wunsch ist, zum Alptraum: daß der Verlorene gefunden wird. Lakonisch-distanziert und zugleich ungemein komisch erzählt Treichel von den psychischen Auswirkungen der Brudersuche, von den emotionalen Höhen und Tiefen und den subtilen Mechanismen, die die Eltern und auch der Sohn im Umgang mit dieser alle belastenden Situation entwickeln.Die Geschichte einer Kindheit in den fünfziger Jahren, eine ironisch-humorvolle, bisweilen bitter-lakonische Version der Parabel vom »verlorenen Sohn«, doch auch die Geschichte der vergeblichen Suche einer Mutter nach ihrem Kind. »Ohne viel Aufhebens davon zu machen, trägt Treichel mit dieser Erzählung zur inneren Geschichtsschreibung seiner Generation bei«, hieß; es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Vorabdruck.
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ISBN: 978-3-518-39561-5
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Alle Bände der Reihe "suhrkamp taschenbuch (ST)" mit Band-Nummer

Über den Autor Treichel, Hans-Ulrich

Hans-Ulrich Treichel, am 12.8.1952 in Versmold/Westfalen geboren, lebt in Berlin und Leipzig. Er studierte Germanistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 1984 mit einer Arbeit über Wolfgang Koeppen. Er war Lektor für deutsche Sprache an der Universität Salerno und an der Scuola Normale Superiore Pisa. Von 1985-1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin und habilitierte sich 1993. Von 1995 bis 2018 war Hans-Ulrich Treichel Professor am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig. Seine Werke sind in 28 Sprachen übersetzt.  

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