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Musil, Robert : Der Mann ohne Eigenschaften

Band 1: Erstes und Zweites Buch / Band 2: Aus dem Nachlaß
«Musils Buch besitzt die hinreißendsten Romaneigenschaften: Anschaulichkeit noch in der unsinnlichsten Reflexion, Heiterkeit bis zu tanzendem Übermut, gründlichen Humor, der kaum an ein oder zwei Stellen geringere Humostika passieren lässt, und vor allem einen Reichtum und Witz des Vergleichs und der Bilder, wie er in der deutschen Literatur, mindestens seit Gottfried Keller, nicht seinesgleichen hat.» (W. E. Süskind)

Im Mittelpunkt des Erzählgeschehens steht die sog. Parallelaktion, die Idee einer großen patriotischen Aktion zum 70-jährigen Jubiläum der Thronbesteigung Kaiser Franz-Josephs im Jahr 1918. Diese Idee wird im Jahr 1913 ursprünglich nur geboren, weil man in Wien in Erfahrung gebracht hat, dass Preußen-Deutschland für dasselbe Jahr Feierlichkeiten zum >>nur<< 30-jährigen Jubiläum Kaiser Wilhelms II. plant. Um dieser - eingedenk der Niederlage von Königgrätz - neuen Schmach zuvorzukommen, beschließt man, das ganze Jahr 1918 zu einem Feierjahr zu erklären. In regelmäßigen Zusammenkünften verschiedener Repräsentanten der k. u. k. Monarchie werden Vorschläge und Ideen erörtert, um ein Konzept für die geplante Aktion zu entwerfen. Es erweist sich bald, dass die Romanfiguren nicht in der Lage sind, sich zu verständigen, es bleibt bei geistreicher, aber folgenloser Konversation. Alle Ideen und Programme führen an den realen Problemen der Zeit vorbei. Die Parallelaktion findet nicht statt, da die Verantwortlichen keine allgemein akzeptierte geschichtsbildende Idee ausfindig machen können.

Autor Musil, Robert / Frisé, Adolf (Hrsg.)
Verlag Rowohlt
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 1981
Seitenangabe 2192 S.
Meldetext innert 2-3 Tage lieferbar
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H20.0 cm x B13.7 cm x D7.3 cm 1'406 g
Auflage 15. A.
Verlagsartikelnummer 1773
«Musils Buch besitzt die hinreißendsten Romaneigenschaften: Anschaulichkeit noch in der unsinnlichsten Reflexion, Heiterkeit bis zu tanzendem Übermut, gründlichen Humor, der kaum an ein oder zwei Stellen geringere Humostika passieren lässt, und vor allem einen Reichtum und Witz des Vergleichs und der Bilder, wie er in der deutschen Literatur, mindestens seit Gottfried Keller, nicht seinesgleichen hat.» (W. E. Süskind)

Im Mittelpunkt des Erzählgeschehens steht die sog. Parallelaktion, die Idee einer großen patriotischen Aktion zum 70-jährigen Jubiläum der Thronbesteigung Kaiser Franz-Josephs im Jahr 1918. Diese Idee wird im Jahr 1913 ursprünglich nur geboren, weil man in Wien in Erfahrung gebracht hat, dass Preußen-Deutschland für dasselbe Jahr Feierlichkeiten zum >>nur<< 30-jährigen Jubiläum Kaiser Wilhelms II. plant. Um dieser - eingedenk der Niederlage von Königgrätz - neuen Schmach zuvorzukommen, beschließt man, das ganze Jahr 1918 zu einem Feierjahr zu erklären. In regelmäßigen Zusammenkünften verschiedener Repräsentanten der k. u. k. Monarchie werden Vorschläge und Ideen erörtert, um ein Konzept für die geplante Aktion zu entwerfen. Es erweist sich bald, dass die Romanfiguren nicht in der Lage sind, sich zu verständigen, es bleibt bei geistreicher, aber folgenloser Konversation. Alle Ideen und Programme führen an den realen Problemen der Zeit vorbei. Die Parallelaktion findet nicht statt, da die Verantwortlichen keine allgemein akzeptierte geschichtsbildende Idee ausfindig machen können.

Fr. 80.00
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-498-09285-6
Verfügbarkeit: innert 2-3 Tage lieferbar

Über den Autor Musil, Robert

Adolf FriséAdolf Frisé, geboren 1910, gestorben 2003, ist Autor von Theaterstücken und Romanen. Nach 1945 Zeitungsredakteur (Politik und Feuilleton) in Hamburg, zuletzt Kulturredakteur beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt als Leiter der Literaturredaktion.Robert Musil(seit 1917 Edler von M.), geboren am 6.11.1880 in Klagenfurt, stammte aus einer altösterreichischen Beamten- , Gelehrten- , Ingenieurs- und Offiziersfamilie. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Militärsausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er 1903-08 in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über den Theoretiker des naturwissenschaftlichen Positivismus Ernst Mach zum Dr. phil. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. 1911-14 war er Bibliothekar, 1914 Redakteur der «Neuen Rundschau». Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der «Soldatenzeitung» und zuletzt im Kriegspressequartier. 1918-22 lebte er als Beamter in Wien, danach als freier Schriftsteller, Theaterkritiker und Essayist in Wien und Berlin. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15.04.1942 starb.

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