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Meyer, Conrad F: Die Versuchung des Pescara

Universal-Bibliothek

»Der Herzog ergriff seinen Kanzler an der Hand, und beide Italiener näherten sich dem machtvollen Gemälde: auf einem weißen Marmortischchen spielten Schach ein Mann und ein Weib in Lebensgröße. Dieses, ein helles und warmes Geschöpf in fürstlichen Gewändern, berührte mit zögerndem Finger die Königin und forschte zugleich verstohlenen Blickes in der Miene des Mitspielers, der, ein Krieger von ernsten und durchgearbeiteten Zügen, in dem streng gesenkten Mundwinkel ein Lächeln versteckte. Beide, Herzog und Kanzler, erkannten ihn sogleich. Es war Pescara.«

Autor Meyer, Conrad F
Verlag Reclam
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 1986
Seitenangabe 143 S.
Meldetext innert 2-3 Tage lieferbar
Ausgabekennzeichen Deutsch
Abbildungen KART
Masse H14.8 cm x B9.6 cm x D0.8 cm 73 g
Reihe Reclams Universal-Bibliothek

Universal-Bibliothek

»Der Herzog ergriff seinen Kanzler an der Hand, und beide Italiener näherten sich dem machtvollen Gemälde: auf einem weißen Marmortischchen spielten Schach ein Mann und ein Weib in Lebensgröße. Dieses, ein helles und warmes Geschöpf in fürstlichen Gewändern, berührte mit zögerndem Finger die Königin und forschte zugleich verstohlenen Blickes in der Miene des Mitspielers, der, ein Krieger von ernsten und durchgearbeiteten Zügen, in dem streng gesenkten Mundwinkel ein Lächeln versteckte. Beide, Herzog und Kanzler, erkannten ihn sogleich. Es war Pescara.«

Fr. 6.90
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-15-006954-7
Verfügbarkeit: innert 2-3 Tage lieferbar

Alle Bände der Reihe "Reclams Universal-Bibliothek (RUB)" mit Band-Nummer

Über den Autor Meyer, Conrad F

Conrad Ferdinand Meyer (11.10.1825 Zürich - 28.11.1898 Kilchberg bei Zürich) schöpft aus den Idealen der Antike und Renaissance Inspiration für seine zahlreichen Gedichte. Kern ist das Streben nach Allgemeingültigkeit und Ausgeglichenheit als Antwort auf eine als negativ empfundene Welt. Schon früh stirbt der Vater, und Konflikte mit der Mutter, die sich gegen Meyers künstlerische Interessen stellt, belasten ihn. Lebenslange Depressionen erzwingen wiederkehrende Aufenthalte in Heilanstalten. Mehrfache Reisen führen ihn nach Italien und üben große Faszination auf ihn aus. Meyer stilisiert in seinem wohl bekanntesten Gedicht »Der Römische Brunnen«, inspiriert von einem Springbrunnen im Park der Villa Borghese in Rom, einen dreischaligen Brunnen zu einem Symbol für das ewigwährende, kosmische Fließgleichgewicht. Seine erste Novelle »Das Amulett« zeigt bereits die für Meyer typische Verbindung von stilistischer Sorgfalt, eindringlicher psychologischer Charakterzeichnung und historischer Treue. Sein Versepos »Huttens letzte Tage« handelt von dem Ritter, Humanisten und Kirchenkritiker Ulrich von Hutten, der sich für die Reformation stark gemacht hatte. In der Ballade »Füße im Feuer« schildert er das ungeplante Widersehen eines Peinigers mit seinen Opfern. 1880 erhält Meyer die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich.

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