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Kafka, Franz: Briefe an Milena

»Briefe schreiben heißt sich vor den Gespenstern entblößen, worauf sie gierig warten. Geschriebene Küsse kommen nicht an ihren Ort, sondern werden von den Gespenstern auf dem Wege ausge-trunken . . .« Zu Beginn des Jahres 1920 hatte Franz Kafka Milena kennengelernt. Zwischen ihr und Kafka entstand eine sehr innige Freundschaft. Schon Kafkas Tagebücher haben uns die wirkliche Tiefe dieser Freundschaft gezeigt. Doch ahnen wir dort nur, was sich hier in diesen zum erstenmal veröffentlichten Briefen offenbart: ein Liebesroman, eine Orgie an Verzweiflung, Seligkeit, Selbstzerfleischung und Selbsterniedrigung. »In der rücksichtslosen Enthüllung menschlicher Größe und Schwachheit, Leidenschaft und Feigheit, kann dieser Band als Lebensdokument nur etwa mit Rousseaus 'Bekenntnissen' verglichen werden.« Die Welt

"'...eben hat der zwei Tage und eine Nacht dauernde Regen aufgehört, wahrscheinlich zwar nur vorübergehend, immerhin ein Ereignis wert gefeiert zu werden und das tue ich indem ich ihnen schreibe' - Kafkas erster Brief an Milena beginnt wie ein Roman - zusammen gelesen werden alle seine Briefe an diese Frau zu einem Liebesroman, einer Orgie an Verzweiflung, Seligkeit, Selbstzerfleischung und Selbsterniedrigung. Im April 1920 hatte Kafka die Journalistin Milena Jesensk  bei einem Prag-Besuch in Gesellschaft gemeinsamer Freunde kennengelernt. Im Verlauf des Gesprächs teilte sie ihm ihre Absicht mit, zwei seiner Erzählungen ins Tschechische zu übersetzen - ein Punkt von beiderseitigem Interesse war angesprochen, eine Beziehung angeknüpft. Milena lebte in Wien in einer 'sich allmählich auflösenden Ehe', Franz Kafka war in Prag zu Hause; Begegnungen waren nur zeitweise möglich. Briefe mußten die Trennung überbrücken - sie wurden zu Dokumenten einer sich entwickelnden Leidenschaft."

Autor Kafka, Franz / Born, Jürgen (Hrsg.) / Müller, Michael (Hrsg.)
Verlag Fischer Taschenb.
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 1986
Seitenangabe 448 S.
Meldetext innert 2-3 Tage lieferbar
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H19.0 cm x B12.0 cm x D2.5 cm 316 g
Auflage 15. A.
Verlagsartikelnummer 1004817
»Briefe schreiben heißt sich vor den Gespenstern entblößen, worauf sie gierig warten. Geschriebene Küsse kommen nicht an ihren Ort, sondern werden von den Gespenstern auf dem Wege ausge-trunken . . .« Zu Beginn des Jahres 1920 hatte Franz Kafka Milena kennengelernt. Zwischen ihr und Kafka entstand eine sehr innige Freundschaft. Schon Kafkas Tagebücher haben uns die wirkliche Tiefe dieser Freundschaft gezeigt. Doch ahnen wir dort nur, was sich hier in diesen zum erstenmal veröffentlichten Briefen offenbart: ein Liebesroman, eine Orgie an Verzweiflung, Seligkeit, Selbstzerfleischung und Selbsterniedrigung. »In der rücksichtslosen Enthüllung menschlicher Größe und Schwachheit, Leidenschaft und Feigheit, kann dieser Band als Lebensdokument nur etwa mit Rousseaus 'Bekenntnissen' verglichen werden.« Die Welt

"'...eben hat der zwei Tage und eine Nacht dauernde Regen aufgehört, wahrscheinlich zwar nur vorübergehend, immerhin ein Ereignis wert gefeiert zu werden und das tue ich indem ich ihnen schreibe' - Kafkas erster Brief an Milena beginnt wie ein Roman - zusammen gelesen werden alle seine Briefe an diese Frau zu einem Liebesroman, einer Orgie an Verzweiflung, Seligkeit, Selbstzerfleischung und Selbsterniedrigung. Im April 1920 hatte Kafka die Journalistin Milena Jesensk  bei einem Prag-Besuch in Gesellschaft gemeinsamer Freunde kennengelernt. Im Verlauf des Gesprächs teilte sie ihm ihre Absicht mit, zwei seiner Erzählungen ins Tschechische zu übersetzen - ein Punkt von beiderseitigem Interesse war angesprochen, eine Beziehung angeknüpft. Milena lebte in Wien in einer 'sich allmählich auflösenden Ehe', Franz Kafka war in Prag zu Hause; Begegnungen waren nur zeitweise möglich. Briefe mußten die Trennung überbrücken - sie wurden zu Dokumenten einer sich entwickelnden Leidenschaft."

Fr. 24.90
ISBN: 978-3-596-25307-4
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