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Borowski, Tadeusz: Bei uns in Auschwitz

Die Erzählungen des polnischen Auschwitzüberlebenden Tadeusz Borowski gehören zu den beklemmendsten Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. Scheinbar moralisch indifferent beschreibt Borowski die Greuel der nationalsozialistischen Vernichtungslager und verzichtet dabei auf eine klare Trennung zwischen Opfer und Täter. Aus der Perspektive des Kapos, der Mithäftlinge beaufsichtigt und dafür Privilegien erhält, schildert er mit zynischem Realismus den Wettlauf der Häftlinge ums Überleben. Mit einer Genauigkeit, die dem Leser nichts schenken will, berichtet er von der Mutter, die bei der Selektion ihr Kind verleugnet und der Arroganz der alteingesessenen Häftlinge gegenüber den Neuankömmlingen im Lager. Imre Kertész bewundert die »klaren, selbstquälerisch gnadenlosen Erzählungen« Borowskis, die in der europäischen Lagerliteratur einzigartig sind.»Das Erschreckende an diesem Buch: Auschwitz erscheint als natürliche Fortsetzung unserer Lebensweise, als eine bis ins Absurde verstiegene Normalität.« Olga Martynova, Die Zeit »Wem es hier nicht kalt über den Rücken läuft, der weiß nicht, was aufregende, verrückte, amoralische, zeitlose Literatur ist.« Maxim Biller, Der Spiegel »Wie kein anderer veranschaulicht Borowski die Selbstverständlichkeit und Verrohung, mit der man nach einer Weile das Unvermeidliche hinnimmt.« Ruth Klüger, Literaturen »Wie sehr Tadeusz Borowski darin geübt war, Stimmungen und Zustände anhand weniger Gegenstände oder Metaphern darzustellen, zeigt sich auch in seinen Erzählungen.« Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung »Borowski beschreibt die Realität deutscher Konzentrationslager mit einer Härte, aber auch mit einer Meisterschaft, die ohne Beispiel ist.« Marta Kijowska, Neue Zürcher Zeitung »Borowski muß man immer wieder lesen. Unstrittig ragt sein Erzählband über Auschwitz als provozierender Solitär aus dem Kanon der Holocaust-Literatur hervor.« Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur »Borowskis Gedichte und Erzählungen werden als wichtiger Teil der Weltliteratur die Zeiten überdauern. (...) Ein Meilenstein in der Literatur über Auschwitz.« Arno Lustiger, Die Welt »Borowskis unvergleichliche Erzählungen liegen nun endlich vollständig in einer sehr gelungenen Übersetzung vor.« Stefan Berkholz, WDR 3 »Borowskis Erzählungen über das Lagerleben gehören zu den bedeutendsten und verstörendsten literarischen Zeugnissen der Schreckensherrschaft der Nazis und ihrer Vernichtungsmaschinerie.« Florian Hunger, Jüdische Zeitung »'Ein wichtiges Buch'. Dieses hier ist es in solch grundsätzlicher Weise, wie Kunst überhaupt nur auf Leben antworten, ja, Leben als solches erfahrbar machen kann.« Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten »Borowski beschreibt mit harten, klaren Worten das Leben im Untergrund und im Lager.« Georg Patzer, literaturkritik.de
Autor Borowski, Tadeusz
Verlag Schöffling
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 2024
Seitenangabe 424 S.
Meldetext Noch nicht erschienen, September 2024
Ausgabekennzeichen Deutsch
Abbildungen Klappenbroschur
Masse H20.5 cm x B12.5 cm
Die Erzählungen des polnischen Auschwitzüberlebenden Tadeusz Borowski gehören zu den beklemmendsten Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. Scheinbar moralisch indifferent beschreibt Borowski die Greuel der nationalsozialistischen Vernichtungslager und verzichtet dabei auf eine klare Trennung zwischen Opfer und Täter. Aus der Perspektive des Kapos, der Mithäftlinge beaufsichtigt und dafür Privilegien erhält, schildert er mit zynischem Realismus den Wettlauf der Häftlinge ums Überleben. Mit einer Genauigkeit, die dem Leser nichts schenken will, berichtet er von der Mutter, die bei der Selektion ihr Kind verleugnet und der Arroganz der alteingesessenen Häftlinge gegenüber den Neuankömmlingen im Lager. Imre Kertész bewundert die »klaren, selbstquälerisch gnadenlosen Erzählungen« Borowskis, die in der europäischen Lagerliteratur einzigartig sind.»Das Erschreckende an diesem Buch: Auschwitz erscheint als natürliche Fortsetzung unserer Lebensweise, als eine bis ins Absurde verstiegene Normalität.« Olga Martynova, Die Zeit »Wem es hier nicht kalt über den Rücken läuft, der weiß nicht, was aufregende, verrückte, amoralische, zeitlose Literatur ist.« Maxim Biller, Der Spiegel »Wie kein anderer veranschaulicht Borowski die Selbstverständlichkeit und Verrohung, mit der man nach einer Weile das Unvermeidliche hinnimmt.« Ruth Klüger, Literaturen »Wie sehr Tadeusz Borowski darin geübt war, Stimmungen und Zustände anhand weniger Gegenstände oder Metaphern darzustellen, zeigt sich auch in seinen Erzählungen.« Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung »Borowski beschreibt die Realität deutscher Konzentrationslager mit einer Härte, aber auch mit einer Meisterschaft, die ohne Beispiel ist.« Marta Kijowska, Neue Zürcher Zeitung »Borowski muß man immer wieder lesen. Unstrittig ragt sein Erzählband über Auschwitz als provozierender Solitär aus dem Kanon der Holocaust-Literatur hervor.« Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur »Borowskis Gedichte und Erzählungen werden als wichtiger Teil der Weltliteratur die Zeiten überdauern. (...) Ein Meilenstein in der Literatur über Auschwitz.« Arno Lustiger, Die Welt »Borowskis unvergleichliche Erzählungen liegen nun endlich vollständig in einer sehr gelungenen Übersetzung vor.« Stefan Berkholz, WDR 3 »Borowskis Erzählungen über das Lagerleben gehören zu den bedeutendsten und verstörendsten literarischen Zeugnissen der Schreckensherrschaft der Nazis und ihrer Vernichtungsmaschinerie.« Florian Hunger, Jüdische Zeitung »'Ein wichtiges Buch'. Dieses hier ist es in solch grundsätzlicher Weise, wie Kunst überhaupt nur auf Leben antworten, ja, Leben als solches erfahrbar machen kann.« Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten »Borowski beschreibt mit harten, klaren Worten das Leben im Untergrund und im Lager.« Georg Patzer, literaturkritik.de
CHF 36.00
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-89561-331-9
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, September 2024

Über den Autor Borowski, Tadeusz

Tadeusz Borowski, geboren 1922 in Schitomir (Ukraine), studierte Polonistik an der Untergrund-Universität in Warschau. 1943 wurde er verhaftet und nach Auschwitz deportiert, danach in andere Lager, zuletzt nach Dachau. Nach der Befreiung der Konzentrationslager hielt er sich in München auf, wo 1945 ein Gedichtband erschien. 1946 arbeitete er als Redakteur in Warschau, 1949/50 als Korrespondent in Berlin. 1951 nahm sich Tadeusz Borowski in Warschau das Leben.

Friedrich Griese lebt in Michelstadt. Er übersetzt aus dem Englischen, Französischen und Polnischen u.a. Stanislaw Lem, Lech Walesa, Norman Davies und Daniel J. Goldhagen.

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