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Böll, Heinrich: Und sagte kein einziges Wort

Roman
Ein EheromanWeil er den bedrückenden Wohnverhältnissen in einem Untermieterzimmer nicht mehr gewachsen ist, lebt Fred Bogner von seiner Frau Käte und seinen drei Kindern getrennt. Er arbeitet als Telefonist bei einer kirchlichen Behörde, streift durch eine zerbombte deutsche Großstadt, trinkt zuweilen und treibt sich regelmäßig an Spielautomaten herum. Nach einem mit seiner Frau gemeinsam verbrachten Wochenende in einem Stundenhotel scheint die Trennung endgültig zu sein. Doch wenig später erkennt Fred in ihr den Menschen, den zu lieben er nie aufgehört hat.Wie so oft stellte der Katholik Heinrich Böll auch in diesem Roman die Frage nach christlichem Denken und Handeln. Auf der einen Seite steht der Glaube der Armen, dem Gebot der Nächstenliebe und der Nachfolge Christi auch im Leiden verpflichtet, auf der anderen Seite eine arrogante Amtskirche, die sich in erster Linie institutionell behaupten will und die Gescheiterten mit moralischen Urteilen abkanzelt. Man mag Bölls Antithesen von Armut und Wohlstand, auch seine Symbolik sozialer Räume als klischeehaft empfinden. Entgegenzuhalten ist, dass das Leben manchmal nichts anderes bietet als Klischees. Hans Werner Richter, der langjährige Mentor der Gruppe 47, hielt jedenfalls 'Und sagte kein einziges Wort' für das "beste Buch, das in der Nachkriegszeit geschrieben worden ist.".
Autor Böll, Heinrich
Verlag DTV
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 1998
Seitenangabe 192 S.
Meldetext Lieferbar in 48 Stunden
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H19.1 cm x B12.0 cm x D1.1 cm 167 g
Auflage 24. Auflage
Ein EheromanWeil er den bedrückenden Wohnverhältnissen in einem Untermieterzimmer nicht mehr gewachsen ist, lebt Fred Bogner von seiner Frau Käte und seinen drei Kindern getrennt. Er arbeitet als Telefonist bei einer kirchlichen Behörde, streift durch eine zerbombte deutsche Großstadt, trinkt zuweilen und treibt sich regelmäßig an Spielautomaten herum. Nach einem mit seiner Frau gemeinsam verbrachten Wochenende in einem Stundenhotel scheint die Trennung endgültig zu sein. Doch wenig später erkennt Fred in ihr den Menschen, den zu lieben er nie aufgehört hat.Wie so oft stellte der Katholik Heinrich Böll auch in diesem Roman die Frage nach christlichem Denken und Handeln. Auf der einen Seite steht der Glaube der Armen, dem Gebot der Nächstenliebe und der Nachfolge Christi auch im Leiden verpflichtet, auf der anderen Seite eine arrogante Amtskirche, die sich in erster Linie institutionell behaupten will und die Gescheiterten mit moralischen Urteilen abkanzelt. Man mag Bölls Antithesen von Armut und Wohlstand, auch seine Symbolik sozialer Räume als klischeehaft empfinden. Entgegenzuhalten ist, dass das Leben manchmal nichts anderes bietet als Klischees. Hans Werner Richter, der langjährige Mentor der Gruppe 47, hielt jedenfalls 'Und sagte kein einziges Wort' für das "beste Buch, das in der Nachkriegszeit geschrieben worden ist.".
Fr. 17.50
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-423-12531-4
Verfügbarkeit: Lieferbar in 48 Stunden

Über den Autor Böll, Heinrich

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ¿Die schwarzen Schafe¿ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ¿L¿76. Demokratie und Sozialismus¿ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974). Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.   

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